Straßenbau liegt Bürgern am Herzen

Der SPD-Ortsverein zieht eine Zwischenbilanz der Gespräche in den Ortsteilen. Auch die Flüchtlingsarbeit ist ein Thema.

Eine Zwischenbilanz seiner bisherigen Veranstaltungen im Vorfeld der Kommunalwahl am 15. März zieht der SPD-Ortsverein Arzberg. Nach dem Wahlkampfauftakt mit einem bunten Kaffeenachmittag beim Kirchenwirt in Arzberg (wir berichteten) fanden bislang Versammlungen oder Treffen in den Stadtteilen Schlottenhof, Bergnersreuth, Preisdorf und Haid statt.

„Wir hatten sehr viele gute Gespräche“, resümiert Ortsvereinsvorsitzender und dritter Bürgermeister Stefan Klaubert nach etwa einem Drittel der geplanten Veranstaltungen. Ein Thema, das den Menschen offensichtlich sehr am Herzen liegt, ist die Sanierung von Straßen. Bürgermeister Stefan Göcking erläuterte jeweils, dass die Straßenausbaubeiträge (Strabs) richtigerweise weggefallen seien und die Stadt nun Ausgleichszahlungen vom Freistaat bekomme. „Für das Jahr 2019 sind das 53000 Euro“, teilte Göcking mit. „Wir hoffen, dass hier noch aufgestockt wird.“ Denn dieser Betrag reiche bei Weitem nicht aus, die anstehenden Sanierungen und den Ausbau von Straßen zu finanzieren. Die SPD-Fraktion im Arzberger Stadtrat habe sich zudem schon immer für einen möglichst hohen Ansatz von Haushaltsmitteln für den Straßenausbau eingesetzt und werde dies auch weiterhin tun. Beim Straßenausbau erkennen auch die SPD-Räte und -Kandidaten in vielen Ortsteilen Handlungsbedarf, aber zuerst müssten wichtige Straßen in der Kernstadt wie die Carl-Schumann-Straße und die Bauvereinstraße in Angriffe genommen werden. „Bei den Wegen in den Dörfern versuchen wir, dies durch das Projekt Kernwegenetz im Rahmen einer Prioritätenliste abzuarbeiten“, erläuterte Stefan Klaubert. Im Auge zu behalten sei in diesem Zusammenhang, dass das Kanal- und Wassernetz ebenfalls sanierungsbedürftig sei, sagte Bürgermeister Stefan Göcking. Im Bereich Wasser habe die Stadt Arzberg schon viele große Projekte angegangen. Im Vergleich zu vielen anderen Kommunen in der Nachbarschaft sei Arzberg auf einem vorbildlichen Weg.

Ein weiteres Thema bei den Diskussionen mit den Bürgerinnen und Bürgern war die Flüchtlingsarbeit. AWO-Vorsitzender Alexander Wagner und die ehrenamtliche Helferin Christl Schemm berichteten unter anderem von den großen Schwierigkeiten, die Flüchtlinge und Asylbewerber bei der Arbeitssuche haben. „Viele wollen arbeiten, bekommen aber von der Zentralen Ausländerbehörde keine Erlaubnis“, erläuterte Christl Schemm, die auch versuchte, Vorurteile gegenüber den geflüchteten Menschen abzubauen.

Beim Besuch in Schlottenhof spürten die Kandidatinnen und Kandidaten der SPD-Arzberg die große Vorfreude der Dorfgemeinschaft auf das neue Brauhaus für den „Wastlbräu“. Neben selbst gebackenem Brot soll in Zukunft nämlich auch ein eigenes Bier gebraut und im Herbst beim ersten Oktoberfest zum Ausschank gebracht.

Als Anregungen von Seiten der Bürgerinnen und Bürger kam im Ortsteil Preisdorf, den Löschteich, der im Besitz der Stadt ist, von Gestrüpp und Büschen zu befreien und zu entschlammen. Auch der DSL-Ausbau müsse noch verbessert werden, da immer noch nicht alle Preisdorfer schnell surfen könnten. Zudem solle nach Wunsch eines Bürgers die Ausschilderung von Wegen im ganzen Stadtgebiet in Bezug auf die Benutzung mit Fahrrädern überprüft werden, da manche Wege nicht richtig gekennzeichnet und für Radfahrer eigentlich gesperrt seien.