Sommertreffen der SPD-Ortsvereine Arzberg und Konnersreuth

Zum traditionellen Sommertreffen trafen sich am vergangenen Samstag die SPD-Ortsvereine aus Arzberg und Konnersreuth. Ziel der Exkursion war der landwirtschaftliche Betrieb von Energiewirt Erich Bauernfeind in Birkenbühl bei Thierstein.

Unser Bild zeigt Bürgermeister Stefan Göcking (ganz links) und Energiewirt Erich Bauernfeind mit seinem Sohn Martin (vierter und dritter von links) sowie Mitglieder der SPD-Ortsvereine Arzberg und Konnersreuth.

Erich Bauernfeind und Sohn Martin gaben einen ausführlichen Einblick in den zusehends technisierten Ablauf. Der 2015 fertiggestellte Milchviehstall der nach den neuesten Richtlinien artgerechter Tierhaltung gebaut wurde, bietet Platz für zahlreiche Milchkühe und deren Nachzucht. Jedes Tier verfügt über einen eigenen Fress- und Liegeplatz. Auffällig sind die großzügig gestalteten Laufgänge. Der moderne Milchvieh- und Kälberstall zeichnet sich des Weiteren durch Komfortmatten, Sicherheitsgitter und Seitenjalousien aus. Die Fütterung wird von einer automatischen Anlage unterstützt. Beeindruckt zeigten sich die Besucher von der computergestützten Melkanlage. Wie die SPD-Delegation in Erfahrung bringen konnte unternimmt Familie Bauernfeind auch große Anstrengungen hinsichtlich des Artenschutzes. So wurde vor Kurzem zum Beispiel ein insektenschonendes Mähwerk angeschafft. In diesem Zusammenhang wurde deutlich, dass Deutsche Landwirtschaftsbetriebe trotz engmaschiger Kontrollen und Bemühungen zum nachhaltigen Wirtschaften in der Öffentlichkeit oft kritisch gesehen werden. Zunehmende Bürokratie und niedrige Milchpreise erschweren dem engagierten Landwirt zudem die tägliche Arbeit. Seitens der interessierten SPD-Delegation gab es u. a. Rückfragen zum Tierwohl. Diese konnten von Erich Bauernfeind vollumfänglich und zufriedenstellend beantwortet werden.

Erich und Martin Bauernfeind erklären die Abläufe im hochmodernen Milchvieh- und Kälberstall.

Für großes Erstaunen sorgte bei den beiden Ortsvereinen die energetische Ausrichtung des Betriebs. So betreibt Familie Bauernfeind auf der Hofstelle Photovoltaik-Dachanlagen, u. a. auch eine größere Anlage um den Eigenbedarf des Betriebes zu decken. 2012 wurde zudem eine Güllebiogasanlage in Betrieb genommen. Diese wird mit 80 % aus Gülle und 20 % aus nachwachsenden Rohstoffen gespeist. Mit der Abwärme werden das Wohnhaus, die Werkstatt und Teile des Stalls beheizt. Ein in sich schlüssiges und zukunftsorientiertes System.

Besorgt zeigte sich Erich Bauernfeind hinsichtlich der durch die Folgen der Klimaerwärmung auftretenden Trockenheit. Fehlende Niederschläge führten zu einer spürbaren Reduzierung der Futtervorräte und machen zwischenzeitlich Zukäufe unvermeidbar. Eine Entwicklung die in Sachen Klimaschutz zum Nachdenken und Handeln führen muss!

Die beiden SPD-Ortsvereine waren sich nach der rund 2-stündigen Führung einig, dass Familie Bauernfeind aufzeigt, dass es auch anders funktionieren kann. Ein vorbildhafter, nachhaltig geführter und zukunftsorientierter Vorzeigebetrieb der hoffentlich zahlreiche Nachahmer findet. Die beiden SPD-Ortsvereine bedankten sich nach Abschluss der Exkursion für die interessanten Informationen.