Kaffeenachmittag der SPD-Arzberg – Politik mit buntem Programm

Zum Wahlkampfauftakt der Arzberger SPD gibt es nicht nur Reden, sondern auch zwei Filme, Musik, ein Quiz sowie Kaffee und Kuchen. Bürgermeister Stefan Göcking wirbt um weiteres Vertrauen.

Über Preise beim Quiz freuten sich (von links): Brigitte Fürbringer, Viktoria Felgenheuer und Marga Jäger. Mit im Bild sind die beiden „Lottofeen“ Tabea Wiederock (vorne, links) und Marie Tröger (vorne, rechts) sowie Bürgermeister Stefan Göcking, Stadtratskandidat Rainer Seidel, der das Quiz auflöste, und dritter Bürgermeister Stefan Klaubert.

Voll besetzt war der Saal des „Kirchenwirts“ im Katholischen Vereinshaus zum Wahlkampfauftakt der Arzberger SPD. Verpackt in ein Programm mit Kaffee und Kuchen, zwei Filmen, Musik und einem Quiz, warb Bürgermeister Stefan Göcking darum, ihm weiterhin das Vertrauen als Rathaus-Chef auszusprechen. Zudem, so der Bürgermeister, hätte er im Stadtrat gerne eine starke SPD-Mannschaft an seiner Seite. Die Frauen und Männer, die sich für die SPD bewerben, stellte Christl Schemm mit kurzen Porträts vor.

Stefan Göcking betonte, er sei als Bürgermeister und Kreisrat allen Menschen in Arzberg und im Landkreis verpflichtet. Dies habe er bei seinem Amtsantritt geschworen. Und das werde er auch weiterhin so halten. Das Amt eines Bürgermeisters sei nicht nur mit erfreulichen Aufgaben verbunden. „Denn das Terrain ist oftmals schwierig“, sagte Stefan Göcking. Ein Bürgermeister müsse manchmal auch unpopuläre Entscheidungen treffen, die „nicht vergnügungssteuerpflichtig sind“ und den Beliebtheitsgrad senkten. Dass er in der Bevölkerung bei allen Menschen gleichermaßen beliebt sei, sollte aber für einen Politiker ohnehin kein Maßstab sein. „Denn wenn es bei Wahlen nur auf Popularität ankäme, säßen Mickey Mouse und Helene Fischer längst im Bundestag“, meinte Göcking im Spaß.

Viele Menschen stellten sich vor, so der Bürgermeister weiter, ein Politiker müsse eine Kreuzung aus volkstümlichem Bierzeltkönig und kreativem Verwaltungsmanager mit betriebswirtschaftlichem und juristischem Fachverstand sein. Ob er dem nicht ganz ernst gemeinten Wunschbild entspreche, müssten die Wählerinnen und Wähler beurteilen.

Das Hauptaugenmerk seiner Rede legte Göcking auf die zahlreichen Projekte, die die Stadt in den vergangenen Jahren unter seiner Führung und in der Regel mit einstimmigen Beschlüssen des Stadtrats angegangen sei. Unter anderem erwähnte Göcking: den Umbau des Schwimmbads mit DFB-Spielfeld, Basketballplatz und Minigolfanlage, vielfältige Projekte in der Innenstadtsanierung wie den Abriss der Häuser in der Rathaus-, der Bahnhof- und Friedrich-Ebert-Straße, die Erneuerung der Wasserversorgung und der Kanalisation, die Sanierung der Straßen, den Umbau der alten Schule in ein Bürgerhaus, die Neunutzung des früheren „Aktien“-Areals durch mehrere Firmen, die Ansiedlung der Lebenshilfe auf dem Schumann-Gelände und die Gestaltung des Landschaftsparks im Anschluss an die neuen Gebäude, den BRK-Rettungsstellplatz in Röthenbach, Arzberg als Vorreiter für regenerative Energien und die Ausweisung eines neuen Wohnbaugebiets auf dem Olatsberg.

Zusammen mit der Bevölkerung müssten auch künftig Antworten auf viele Fragen gefunden werden. Als Themenbereiche nannte Göcking zum Beispiel: die ärztliche Versorgung, den Wohnungsbau, die Energieversorgung der Zukunft, Klimaschutz und den Ausbau der B 303, den er nicht für zwingend nötig halte. „Sollte die B 303 vierspurig ausgebaut werden, bräuchten wir entweder eine neue, viel größere Brücke über das Flitterbachtal oder zwei Brücken nebeneinander“, gab der Bürgermeister zu bedenken.

Auch der Kandidat der SPD für das Amt des Landrats, Holger Grießhammer, stellte sich und sein Programm kurz vor. Einer seiner Kernpunkte sei die Entwicklung der Marke Fichtelgebirge für Tourismus, Industrie, Handwerk und Gewerbe.

Vorsitzender Stefan Klaubert, der durch den Nachmittag führte, zeigte zwei Filme: einen neuen Image-Film über Arzberg und den „Freiraum-für-Macher-Film“ über den „Fichtelgebirgs-Werner“, in dem der Arzberger Thomas Zeitler für die Region wirbt. Viele schöne Melodien steuerte Irina Kiritschenko am Klavier zum Gelingen des Nachmittags bei.

Bei einem Quiz, das Erwin Scherer ausgearbeitet hatte, mussten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer unter anderem Fragen beantworten wie „In welchem Jahr wird Arzberg das erste Mal erwähnt?“ oder „Wie war die Reihenfolge der Bürgermeister von Arzberg?“. Aus der Box mit den Antwortzetteln zogen Tabea Wiederock und Marie Tröger die Gewinnerinnen: Viktoria Felgenhauer, Marga Jäger und Brigitte Fürbringer. Sie bekamen als Preise ein „Neues Arzberger Bilderbuch“, eine Zehnerkarte für das städtische Freibad und eine Tagesfahrt nach München.