Die SPD-Arzberg steht hinter dem Museum

Für die SPD-Arzberg ist das Volkskundliche Gerätemuseum in Bergnersreuth ein wichtiger Ort des Lebens und der Kulturgeschichte in Arzberg. Die Sozialdemokraten sehen deshalb den Antrag der UPW im Arzberger Stadtrat als Angriff auf das kulturelle Erbe der gesamten Region.

Das Volkskundliche Gerätemuseum Arzberg/Bergnersreuth

Arzberg – In der Vorberatung und auch bei der Verabschiedung des städtischen Haushalts und des Haushaltskonsolidierungsprogramms der Stadt Arzberg wurde deutlich, dass es scheinbar Aufklärungsbedarf darüber gibt, wie wichtig das Volkskundliche Gerätemuseum Bergnersreuth für das kulturelle Leben in der Stadt Arzberg und der gesamten Region ist. Anders ist der Antrag der UPW-Fraktion in der letzten Arzberger Stadtratssitzung nicht zu erklären. Kultur und die Bewahrung von Volkskunde kosten Geld, das muss man als Stadträtin oder Stadtrat genau wissen. Aber deren geschichtlicher Mehrwert ist bedeutend höher anzusehen. Stadtrat und SPD-Ortsvereinsvorsitzender Stefan Klaubert sagt dazu: „Unser Museum in Bergnersreuth ist kein Ort an dem die Asche unserer Traditionen aufbewahrt wird, sondern ein Ort an dem Flamme unseres geschichtlichen Erbes fortgetragen wird. Jedes Mitglied des Stadtrats sollte sich dessen bewusst sein und entsprechend verantwortungsvoll handeln. Eine Stadt ist auch kein DAX-Unternehmen und nicht auf Profit ausgerichtet. Vielmehr geht es darum mit Augenmaß und gutem Finanzgeschick das Leben für alle Bürgerinnen und Bürger so liebenswert und angenehm wie möglich zu gestalten – dafür sind wir gewählt worden. Und wir sind auch unserem volkskundlichen und geschichtlichen Erbe verpflichtet – vom Bergbau, über Porzellan und in vielen weiteren Bereichen die Jahrhunderte und Jahrzehnte lang das Bild unserer Stadt geprägt haben.“

Auch für SPD-Fraktionssprecher Peter Gräf ist der Antrag der UPW-Fraktion völlig unverständlich. „Wir diskutieren seit Jahren darüber, wie man einerseits Kosten sparen, andererseits aber die Qualität unserer Einrichtungen kontinuierlich steigern kann. Beim Museum in Bergnersreuth ist es gelungen durch den Zusammenschluss in einen gemeinsamen Zweckverband der Fichtelgebirgsmuseen, sowohl den Fortbestand des Volkskundlichen Gerätemuseums in Bergnersreuth als auch den des Fichtelgebirgsmuseums in Wunsiedel auf ein breites Fundament zu stellen. Zudem sind die Kosten durch die Ausgabendeckelung des Landkreises Wunsiedel auch für die Stadt Arzberg besser kalkulierbar geworden. Dabei hatte die SPD-Fraktion schon immer die Kostenentwicklung im Blick und eine Überprüfung bereits im Jahr 2016 gefordert. Nur darf man dabei nicht vergessen, dass Museen Geld kosten. Und das ist auch gut so, da hier eine sehr wichtige und wertvolle Arbeit für alle Bürgerinnen und Bürger geleistet wird. Es wird gesammelt, geforscht, ausgestellt und unsere Heimatgeschichte auch der jüngeren Generation bei zahlreichen Projekten und Aktionen näher gebracht.“

Die SPD-Arzberg ist sich ihrer geschichtlichen Verantwortung bewusst und wird den Antrag der UPW-Fraktion im Stadtrat ablehnen. Gleichzeitig hoffen wir darauf, dass auch die CSU-Fraktion eindeutig Stellung gegen das Ansinnen der Freien Wähler bezieht. Peter Gräf verweist auch auf die Stellungnahme des Fichtelgebirgsvereins durch den stellvertretenden Hauptvorsitzenden Adrian Roßner, welche jedem Stadtrat zuging bzw. in der Frankenpost zu lesen war. Vielleicht kommen die Vertreter der UPW durch den Inhalt dieses Schreiben zur Einsicht, den Antrag besser zurückzuziehen und lieber dem Antrag der SPD-Fraktion zu folgen und mit einem gemeinsamen Besuch im Museum sich einen Überblick über die Historie, Ausstellungen, Aktivitäten, Angebote für Jung und Alt sowie die zukünftige Ausrichtung des Volkskundlichen Gerätemuseums Bergnersreuth sowie beider Fichtelgebirgsmuseen zu verschaffen. Zudem ist es auch wichtig, regelmäßig die Veranstaltungen und Ausstellungen in den Museen zu besuchen, sind sich die Rätinnen und Räte der SPD einig.