
Stefan Klaubert, SPD-Ortsvereinsvorsitzender Arzberg
Diagnose: Unheilbar krank
Die Gesundheitsreform der schwarz-gelben Koalition belastet einmal mehr die, die man eigentlich entlasten sollte. Die Hilflosigkeit der Bundesregierung nimmt Formen an. Zur Gesundheitsreform fallen ihnen nur Beitragserhöhungen ein. Ein Trauerspiel!
Die im letzten Jahr infolge der Wirtschaftskrise gesenkten Krankenkassenbeiträge werden nunmehr wieder auf 15,6 % angehoben. Das mag gegen Ende der wirtschaftlich schwachen Periode logisch klingen, ist aber lediglich ein erneuter Griff in die Taschen derer, die sich nicht dagegen wehren können. Die Regierung will die für das nächste Jahr prognostizierte Lücke von etwa 11 Milliarden Euro stopfen und verspricht sich so zunächst einmal eine Reduzierung dieses Defizits auf etwas über 4 Milliarden Euro. Eine weitere Maßnahme sind Zusatzgebühren, die ab sofort nicht mehr bei einem Prozent des Einkommens gedeckelt sind, sondern von den einzelnen Kassen frei festgelegt werden können. Zahlen muss die grundsätzlich der Versicherte, der auch bei weiteren Beitragserhöhungen allein tiefer in die Tasche greifen darf, wird doch der Arbeitgeberanteil bei 7,3 % eingefroren.








